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Beschreibung:

Musterbewerbung einer Akademikerin mit vielen Erläuterungen inkl. Anschreiben, Deckblatt und Lebenslauf


Dateiformat:

Anzahl Seiten: 12
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Eine Bewerbung ist ein Angebot, mit dem der Bewerber den Adressaten davon überzeugen will, dass er sich für eine bestimmte Aufgabe eignet. Am häufigsten sind an ein Unternehmen gerichtete Bewerbungen um einen Arbeitsplatz, ein Praktikum oder eine andere Stelle. Bewerbungen sind häufig die Reaktion auf eine Stellenausschreibung oder -anzeige, in der die Aufgabe und die Anforderungen an den künftigen Mitarbeiter beschrieben sind. Mit einer sog. Initiativbewerbung hingegen macht der Bewerber den ersten Schritt, weil er eine offene Stelle vermutet oder weil er einer Stellenausschreibung zuvorkommen will. Die Bewerbungskosten muss grundsätzlich der Bewerber tragen. Liegt Arbeitslosigkeit vor oder droht diese können Bewerbungskosten bis zu einem Betrag von 260,- Euro auch durch die Bundesagentur für Arbeit getragen werden (§§ 45, 46 SGB III). Der Arbeitgeber darf Bewerbungsunterlagen ohne Genehmigung nicht an Dritte weitergeben und er muss diese grundsätzlich an den Bewerber zurücksenden. Eine vollständige Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Anhang. Wichtig ist zu beachten, dass im Ausland oft deutlich abweichende Regeln und Gepflogenheiten in Hinblick auf die Gestaltung einer Bewerbung existieren. Eine vollständige Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf (ggf. inkl. Foto) und Anhang.
1. Das Anschreiben
Das Anschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbung. Es richtet sich direkt an den zukünftigen Arbeitgeber. Der Empfänger liest das Anschreiben als ersten Bestandteil Ihrer Bewerbung und verschafft sich damit einen ersten Eindruck von Ihnen. Es sollte ca. eine DIN A4 Seite umfassen und besteht aus dem Kopf des Anschreibens und dem Text des Anschreibens. Folgende Formate sind empfehlenswert:
Seitenrand links: 2,5 cm
Seitenrand rechts: 2,0 cm
Seitenrand unten: 2,0 cm
Rand oben: vier Zeilen
Schriftart Arial (o.ä.) in Schriftgröße 10,5.
Die gewählte Schriftart sollte beibehalten werden.
a) Der Kopf des Anschreibens:
Der Kopf des Anschreibens beginnt ab der fünften Zeile. Er beinhaltet den Absender und Empfänger, den Betreff und die Anrede:
Absender: Sie beginnen mit Ihrer Adresse oben links. Sie sollte Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Telefonnummer (mit Vorwahl) enthalten.
Datum und Ort: In der Zeile, in der Ihr Name steht, vermerken Sie rechtsbündig das Datum und den Ort. Wählen Sie das Datum, an dem Sie voraussichtlich Ihre Bewerbung verschicken.
Empfängeradresse: Lassen Sie unter Ihrer Adresse eine Zeile frei. Es folgt nun die Adresse des Empfängers mit Name des Unternehmens, Abteilung bzw. Ansprechpartner, Straße, Hausnummer bzw. Postfach, PLZ und Ort.
Betreff: Lassen Sie fünf bis sechs Zeilen frei und formulieren Sie einen kurzen Betreff (z.B.: "Bewerbung als ______"). Das Wort "Betreff" wird üblicherweise nicht mehr verwendet.
Anrede: Lassen Sie vor der Anrede zwei Zeilen frei. Ist der Ansprechpartner bekannt, so schreiben Sie diesen persönlich an "Sehr geehrter Herr Mustermann" oder "Sehr geehrte Frau Dr. Musterfrau" Ist der Ansprechpartner unbekannt, so schreiben Sie:
"Sehr geehrte Damen und Herren". Nach einer Leerzeile folgt der Text des Anschreibens
b) Der Text des Anschreibens:
Der Text des Anschreibens beginnt kleingeschrieben und besteht aus einem Einleitungssatz und dem Hauptteil.
Einleitungssatz: Die Einleitung sollte nicht mehr als zwei Sätze umfassen. Sie sollten auf die Stelle, auf die Sie sich bewerben, eingehen und sich auf die jeweilige Stellenausschreibung, ein vorangegangenes Telefongespräch oder einen E-Mail-Kontakt Bezug nehmen und Ihr Interesse und Ihre Motivation für genau diese Stelle zum Ausdruck bringen.
Hauptteil: Im Hauptteil stellen Sie sich vor und präsentieren Ihre Interessen und Qualifikationen soweit diese für die angestrebte Stelle von Bedeutung sind. Erläutern Sie, warum gerade Sie für die angebotene Stelle besonders geeignet sind und gehen Sie auf jede Anforderung der Stellenausschreibung ein. Sie sollten Einschränkungen genauso wie Übertreibungen vermeiden. Nach drei bis vier Sätzen sollten Sie einen neuen Absatz beginnen. Sie sollten kein Standardschreiben verfassen, sondern jedes Anschreiben sollte auf eine bestimmte Stelle abgestimmt sein. Soweit in der Stellenausschreibung nach den Gehaltsvorstellungen und dem nächstmöglichen Beschäftigungsbeginn gefragt wird, sollte beim Gehalt der Rahmen für ein Jahresgehalt und bei dem Beschäftigungsbeginn der Termin genannt werden, zu dem Sie am frühesten anfangen können. Der Hauptteil endet z.B. mit dem Satz: "Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen".
Grußformel: Nach einer Leerzeile folgt die Grußformel mit der Unterschrift. Beispiel: "Mit freundlichen Grüßen Hannelore Musterfrau''
Anlage: Alle dem Anschreiben beigefügten Anlagen (Lebenslauf, Lichtbild, etc.) werden aufgezählt. Die Anlagen werden untereinander aufgelistet und die Reihenfolge sollte identisch mit der Reihenfolge in der Bewerbungsmappe sein. Sie sollten die Aufzählung unter der Unterschrift angeben.
2. Das Deckblatt
Das Deckblatt befindet sich hinter dem Anschreiben und führt zum weiteren Inhalt. Es sollte wie folgt gestaltet sein:
Titel: Wählen Sie einen Titel wie z.B. "Bewerbung als ?" oder "Bewerbungsunterlagen"
Das Lichtbild: Platzieren Sie dieses unterhalb der Überschrift. Dadurch erhalten Sie mehr Platz auf dem Lebenslauf.
Ihr Name: Vor- und Nachname
Ihre Anschrift: Straße, Ort und PLZ
Kontaktmöglichkeiten: Telefon, Fax, E-Mail
3. Der Lebenslauf
Der Lebenslauf sollte lückenlos über Ihren persönlichen und beruflichen Werdegang informieren. Sie können Ihren Lebenslauf ein wenig ausschmücken, denn es sollten keine Lücken entstehen. Sie dürfen allerdings nichts verfälschen oder verbergen. Das Wesentliche muss übersichtlich in der richtigen Reihenfolge dargestellt werden. Der Lebenslauf sollte mit dem PC oder der Schreibmaschine geschrieben werden und auf eine bis maximal zwei Seiten verteilt sein. Geläufig ist heute der tabellarische Lebenslauf. Dieser ist streng chronologisch aufgebaut und sollte auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sein.
Inhalt des tabellarischen Lebenslaufes:
Persönliche Daten:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Familienstand
- Zahl und Alter der Kinder (wenn vorhanden)
- Staatsangehörigkeit (bei Ausländern zwingend)
- Eventuell Religion
Schulische Ausbildung:
- Zeitangaben
- Namen der Schulen sowie Typen
- Orte
- Abschluss Berufsausbildung und/oder Studium
Bei Berufsausbildung:
- Zeitangaben
- Eventuell Ausbildungsort
- Name des Unternehmens
- Art der Ausbildung
- Abschluss
Bei Studium:
- Zeitangaben
- Name der Universität oder Fachhochschule
- Studienschwerpunkte/Spezialisierung
- Abschluss und Note
- Thema der Abschlussarbeit
- Gegebenenfalls Promotion
Sonstiges:
- Zivil- oder Wehrdienst (Standorte und Tätigkeitsbereiche)
- Beruflicher Werdegang mit Angabe des Namens des Unternehmens, des Unternehmenssitzes und dem Zeitraum der Beschäftigung
- Gegebenenfalls kurze Darstellung der Aufgaben
- Hervorhebung der Aufgaben, die für die angestrebte Stelle relevant sind
- Berufliche Weiterbildung
- Praktika
- Seminare
- Besondere Kenntnisse z. B. Sprach- und EDV-Kenntnisse, Führerschein
- Interessen
- Referenzen
- Ort, Datum und leserliche Unterschrift mit Vor- und Nachname
- Keine Grußformel
Abschlüsse und Befähigungen müssen durch Zeugniskopien belegt werden.
4. Das Bewerbungsfoto
Mit der Geltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist die Zusendung eines Bewerbungsfotos in einer Bewerbung in die Diskussion geraten. Grund: Das Foto könnte Eigenschaften des Bewerbers erkennen lassen, die diskriminierungsrelevant sind. Sie sollten daher Ihrer Bewerbung kein Foto hinzufügen, wenn der Adressat Ihrer Bewerbung einen entsprechenden Hinweis in seiner Stellenanzeige/Stellenausschreibung macht.
Der erste Blick des Adressaten Ihrer Bewerbung fällt auf Ihr Bewerbungsfoto. Wählen Sie die Qualität des Lichtbildes sorgfältig aus. Auf jeden Fall sollten Sie ein Foto erstellen, mit dem Sie sich identifizieren können und lassen Sie einen professionellen Fotografen das Foto erstellen. Es sollte maximal ein Jahr alt sein und zwischen Ihrem jetzigen Aussehen und dem auf Ihrem Foto dürfen keine gravierenden Abweichungen vorhanden sein. Das Format sollte ca. 4,5 x 6,3 cm sein und ein farbiges Foto ist besser als ein Schwarzweiß-Foto.
Die Kleidung sollte arbeitsplatzbezogen und gepflegt sein und der Position entsprechen, auf die Sie sich bewerben. Das Lichtbild befindet sich entweder oben rechts auf dem Lebenslauf oder mittig auf dem Deckblatt. Zusätzlich sollten Sie auf der Rückseite des Lichtbildes Ihren Namen und Adresse angeben, für den Fall, dass sich das Lichtbild aus den Bewerbungsunterlagen herauslöst. Befestigen Sie das Foto mit Klebepunkten oder Klebeband, verwenden Sie keine Büroklammern oder Klebstoff.
5. Bewerbungsmappe
Zurzeit verwendet man Bewerbungsmappen aus farbigen Karton, die in der Qualität der gewünschten Stelle entsprechen. Bestandteile und Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen:
- das Anschreiben mit Unterschrift und aktuellem Datum (lose beigelegt)
- der Lebenslauf mit Lichtbild, Unterschrift und aktuellem Datum
- die Zeugnisse, sind so einzusortieren, dass das aktuellste Zeugnis oben liegt
- eventuelle Arbeitsproben
Diese Bestandteile müssen in die Bewerbungsmappe geheftet werden. Vorn in die Mappe wird das Anschreiben lose hineingelegt. Bei aufwendigeren Bewerbungsmappen gibt es ein Klarsichtfenster, in welches man den Brief steckt.
Darauf sollten Sie achten:
- Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen und Aktualität. Die Unterlagen müssen auf dem neuesten Stand sein.
- Zeugnisse nie im Original beilegen. Kopien genügen und müssen nicht beglaubigt werden.
- Die Kopien der Zeugnisse und Arbeitsproben müssen beste Qualität aufweisen.
- Alle Unterlagen sollten nur einmal verwendet werden. Die Versendung auf dem normalen Postweg genügt. Keine Express-Sendungen oder Einschreiben.
- Nach Absenden der Bewerbungsunterlagen kann man nach zwei Wochen telefonisch einmal nachfragen. Wurde allerdings in der entsprechenden Stellenanzeige darum gebeten, Rückfragen zu unterlassen, sollte man das respektieren. Nach über einem Monat kann man aber auch in diesen Fällen nachfragen.
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